Wolfgang Roller, Ehningen
Hier sollte eigentlich ein Bild angezeigt werden.

Mein Name ist Wolfgang Roller. Ich bin Jahrgang 1959.

Ich bin jetzt in einem Alter in dem ich das Bedürfnis verspüre meine "Weisheiten" zu teilen. Ob's jemanden interessiert? Ich weiß es nicht. Dennoch gehe ich diesen Schritt, weil ich eine gewisse Notwendigkeit fühle.

Es sind mehrere Themen, die mich besonders bewegen, und zu denen ich meine persönliche Meinung kundtun möchte.

Ich bin seit 1988 als Informatiker in der IT-Branche tätig und es gibt einige Themen zu denen ich was beitragen möchte. Ein Thema, was mich besonders interessiert ist, wie Menschen in Teams zusammen arbeiten. Die wenigsten Menschen machen sich Gedanken wie Teamarbeit funktioniert. Im Prinzip ist es so, dass in einer Organisation Teams gebildet werden und wer mit ins Team kommt bestimmt die reine Verfügbarkeit. Wer ist zeitlich verfügbar oder kann von einem anderen Projekt abgezogen werden ohne, dass es dort zu größeren Schwierigkeiten kommt. Klar, die meisten Teamleiter wissen intuitiv wen sie in ihrem Team haben wollen.

Aber niemand weiß, dass es nicht genügt gerade verfügbare Kräfte zu einem Team zusammen zuführen damit das Team seine ihm gestellte Aufgabe erfolgreich lösen kann.

Ich bin vor ca. 10 Jahren auf die Team-Rollen-Theorie von Dr. Meredith Belbin gestoßen. Dr. Belbin ist Engländer und hat Psychologie an der Universität von Cambridge studiert. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich (von mir mal frei übersetzt) mit der Psychologie des Älterwerdens in der Industrie.

Er hat im Laufe seines Lebens weltweit mit sehr vielen Teams gearbeitet und 1988 erschien sein bahnbrechends Buch “Management Teams: Why They Succeed or Fail”.

Ich gestehe, dass ich sein Buch nicht gelesen habe, aber schon allein das Lesen über die Teamrollen, hat mir die Augen geöffnet. Ich kann mich ganz leicht selber drei Rollen zuordnen.

Ich erwähne seine Team-Rollen-Theorie zum einen, weil sie anscheinend nicht weit verbreitet ist. (Mir ist sie in meiner Laufbahn nie namentlich unter gekommen, in keinem Team in dem ich war.)

Und zum anderen ist mir wichtig, zu erklären: Was treibt mich an? Wo sind meine Stärken?

Ich liste hier mal die 9 Teamrollen nach Dr. Belbin auf, so wie sie aktuell (Dez. 2018) auf der deutschen Homepage https://www.belbin.de/ aufgeführt sind.

Die gelb hinterlegten Rollen sind die, die ich mir zugeordnet habe.

  • Neuerer (NE)
  • Wegbereiter (WB)
  • Koordinator (KO)
  • Macher (MA)
  • Beobachter (BO)
  • Teamarbeiter (TA)
  • Umsetzer (UM)
  • Perfektionist (PF)
  • Spezialist (SP)

Allerdings scheinen sich seit damals die Namen der Rollen etwas geändert zu haben. Der "Neuerer" hieß damals "Erfinder". Für mich finde ich diesen Begriff viel passender.

Sicherlich ist es so, dass in großen Firmen die Nachwuchskräfte, die Teamleiter und Abteilungsleiter in diesen Belangen geschult werden und es noch andere Modelle gibt. Was mich allerdings stört ist, dass solche Sachen nicht auf Teamebene besprochen werden. So dass die Teammitglieder wissen welche Rollen sie im Team einnehmen. Sie agieren irgendwie in dieser Rolle, aber sie werden nicht dafür anerkannt. Und die Teammitglieder wissen oft nicht wie ein Team funktioniert. Das es wichtig ist, dass diese verschiedenen Rollen gibt. Oft wird von der Teamleitung beschworen, dass es wichtig ist, dass jeder jede Aufgabe können muß, für den Fall, dass einer ausfällt. Und deshalb versucht wird "durchzurotieren". Was meiner Meinung zu Frust und schlechterer Leistung des Teams führt.

Wenn Sie sich weiter mit der Teamrollen-Theorie befassen möchten, empfehle ich ihnen

die aktuelle, englische Seite von Dr. Meredith Belbin

Trenner für's vert. Verschieben bei Touchscreens